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Sonntag · 13 | 06 | 2021

  
 


[ Aktuell ]


Bezahlbarer Wohnraum

Im Auftrag der Stadt erstellte die Firma re.urban im Jahr 2016 ein Wohnraumversorgungskonzept für die Stadt Aurich, das bis ins Jahr 2020 1000 neue Wohnungen einfordert, wobei 10% des allgemeinen Neubedarfs im preiswerten Segment liegen sollte. Dies bedeutet also, dass ca. 100 Wohnungen als sog. bezahlbarer Wohnraum mit einem Quadratmeterpreis von ca. 6 € erforderlich sein würde. Der Schwerpunktbedarf liegt laut Studie auf kleinen Wohnungen. Als Folge wurden für die Schaffung sozialen Wohnraums 12 Mill. Euro in den Haushalt der Stadt eingestellt. Eine aktualisierte Studie der Firma re.urban aus dem Jahr 2018 hat laut Aussage des Amtes für Liegenschaften diese Zahlen im Wesentlichen bestätigt. Die GAP sieht daher keinen Anlass, dass die Stadt Aurich aus ihrer Verantwortung entlassen ist, schon beschlossene Konzepte zum bezahlbaren Wohnraum umzuwerfen. Dies betrifft insbesondere die vom Rat beschlossene Regelung der Neubebauung am Krähennestergang. Durch den Verkauf der städtischen Grundstücke an einen Investor, der 16 neue Wohnungen baut, diese dann an die Stadt vermietet und die Stadt sie zu einem günstigeren Mietpreis einkommensschwachen Familien oder Einzelpersonen zur Verfügung stellt, wird kurzfristig ein dringender Bedarf befriedigt. Es ist illusionär zu glauben, dass das städtische Wohngebiet am Schlehdornweg/Hohegaster Weg, das noch 60% aktive Mieter beherbergt, die schon z.T. seit über 40 Jahren dort wohnen, einer kurzfristigen Neubebauung unterzogen werden kann. Planung und Organisation dieser notwendigen Maßnahme umfasst einen Zeitraum von sicherlich bis zu 5 Jahren. Noch mehr Zeit wird die Umplanung und Renovierung des Kasernengeländes bedürfen. Der Bürgermeister ist schlecht beraten, wenn er sich auf die Regelung des Wohnungsmarktes durch die freie Wirtschaft verlässt, deren vorrangiges Ziel die Erzeugung von Profit ist. Wir alle sind stolz darauf, ein gefestigtes Netz der sozialen Sicherung im Rahmen einer Sozialen Marktwirtschaft in Aurich schaffen zu können. Klamme Kassen dürfen nicht auf dem Rücken der sozial Schwachen aufgebessert werden. Mit seinem Vorschlag, die Wohnungen am Krähennestergang sozialpolitisch aufzugeben, schlägt Bürgermeister Feddermann einen gefährlichen Weg ein. Man muss sich fragen, welche Klientel er bedienen will und auf welcher Seite er steht.


Mit freundlichen Grüßen
      

Volker Rudolph  
(Stadtratsmitglied der GAP)
                                                                                                                 


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